Universität Hohenheim
Du musst uns nicht glauben. Ein Labor hat nachgesehen.
Seit 2023 schicken wir jedes Jahr Honig aus der laufenden Ernte an die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim. Dort wird er gemessen, unter dem Mikroskop ausgezählt und beurteilt. Was dabei herauskommt, steht auf dieser Seite.
Drei Zahlen, und was sie bedeuten
Auf einem Laborbefund stehen Werte, die außerhalb der Imkerei niemand kennt. Deshalb hier jeder einzeln, mit dem, was erlaubt ist, daneben.
15,2 bis 15,9 %
WassergehaltZu viel Wasser, und Honig fängt an zu gären. Ein niedriger Wert heißt: Wir haben gewartet, bis die Bienen die Waben verdeckelt hatten, statt früher zu schleudern.
Kräftiges Türkis endet bei unserem schwächsten Wert, helles bei unserem besten.
119,8 bis 306
Invertase, Einheiten je KilogrammEin Enzym, das die Biene selbst in den Honig gibt. Es zerfällt, sobald Honig erwärmt oder lange gelagert wird. Viel davon heißt also: frisch, und nie heiß geworden. Hier ist mehr besser.
Selbst unser schwächster Wert liegt fast beim Doppelten dessen, was gefordert ist.
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Pollen aus dem Ausland. Für die Herkunft zählt das Labor den Blütenstaub im Honig unter dem Mikroskop aus und ordnet jedes Korn einer Pflanze zu. In unseren vier Proben waren das 2.034 Körner. Keines davon kam von einer Pflanze, die hier nicht wächst.
Was das Labor nicht gefunden hat
Diese drei Sätze stehen wörtlich in jedem der vier Berichte.
„Anzeichen für ausländische Herkunft wurden nicht gefunden.“
Der Honig ist da gewachsen, wo wir sagen, dass er gewachsen ist.
„Wärme- und/oder Lagerschäden wurden nicht festgestellt.“
Nicht erhitzt, nicht zu lange und nicht zu warm gestanden.
„Sauberkeit: ohne Beanstandungen.“
Nichts im Glas, was nicht hineingehört.
Zusammengefasst schreibt das Labor zu jeder der vier Proben, dass der Honig der Honigverordnung und den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbunds entspricht.
Die vier Untersuchungen im Einzelnen
Drei Erntejahre, vier verschiedene Honige. Die Berichte kannst du vollständig herunterladen, so wie sie aus dem Labor gekommen sind.
| Ernte | Honig | Wasser | Invertase | Leitfähigkeit | Bericht |
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | Sommertrachthonig mit Edelkastanie | 15,2 % | 186 | 0,99 | EU/2023-676 |
| 2023 | Sommertrachthonig | 15,3 % | 306 | 0,66 | EU/2023-677 |
| 2024 | Waldhonig | 15,9 % | 265,7 | 1,12 | 00316-2024 |
| 2025 | Sommerblütenhonig | 15,4 % | 119,8 | 0,27 | 00329-2025 |
| Vorgabe | gilt für jeden Honig | höchstens 20 % | mindestens 64 | kein Grenzwert |
Invertase in Einheiten je Kilogramm, Leitfähigkeit in Millisiemens je Zentimeter. Die Leitfähigkeit ist kein Qualitätswert, sie ordnet die Sorte ein.
Ein Laborbefund gilt immer genau für die Probe, die eingeschickt wurde. Deshalb steht bei jedem Bericht, aus welcher Ernte er stammt.
Häufige Fragen
Wer untersucht euren Honig?
Die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim in Stuttgart. Sie ist das Honiglabor, an das auch der Deutsche Imkerbund seine Proben gibt. Wir schicken den Honig ein, das Labor untersucht ihn und schreibt den Befund. Auf das Ergebnis haben wir keinen Einfluss.
Wie oft lasst ihr untersuchen?
Jedes Jahr. Auf dieser Seite stehen die Ergebnisse der Ernten 2023, 2024 und 2025. Sobald der Befund zur Ernte 2026 vorliegt, kommt er dazu.
Gilt das Ergebnis für jedes Glas, das ich kaufe?
Ein Laborbericht bezieht sich immer auf die Probe, die eingeschickt wurde. Untersucht wird eine Probe je Ernte, nicht jedes einzelne Glas. Sie stammt aus demselben Honig, den wir abfüllen und verkaufen.
Was ist Invertase?
Ein Enzym, das die Biene selbst in den Honig gibt. Es zerfällt, sobald Honig erwärmt oder lange gelagert wird. Ein hoher Invertase-Wert ist deshalb der Nachweis, dass ein Honig frisch ist und nie heiß geworden.
Warum steht in den Berichten kein HMF-Wert?
HMF ist ein Stoff, der entsteht, wenn Honig erhitzt oder zu warm gelagert wird. Wir lassen stattdessen die Invertase bestimmen. Das Enzym reagiert auf Wärme deutlich früher als der HMF-Wert: Wo die Invertase noch hoch ist, kann der Honig gar nicht erst zu warm geworden sein.
Was sagt die elektrische Leitfähigkeit aus?
Sie sagt nichts über die Qualität, sondern über die Sorte. Blütenhonig liegt unter 0,8 mS/cm, Waldhonig darüber. Bei unserem Waldhonig aus Fornsbach hat das Labor 1,12 gemessen und ihn genau deshalb als Honigtauhonig eingestuft.
Kann ich die Berichte selbst nachlesen?
Ja. Alle vier Berichte stehen auf dieser Seite vollständig zum Herunterladen, so wie sie aus dem Labor gekommen sind. Nichts daran ist gekürzt.